AKTION DER  KREATIVEN UND DER VERANSTALTUNGSWIRTSCHAFT FÜR ALLE DURCH CORONA EXISTENTIELL BEDROHTEN FIRMEN ODER PERSONEN
 

FORDERUNGEN

Die Bundesländer haben mit ihren Musikschulen und Hochschulen eine hervorragende Ausbildung für kreative Künstler geschaffen. Was nützt jedoch die beste Ausbildung, wenn die Auftritte nicht stattfinden durften oder ohne Unterstützung mit den Abstandsgeboten wirtschaftlich nicht machbar sind und sein werden, sodass in der Folge die freien Veranstalter reihenweise in der Insolvenz landen? Die Tragweite der Folgen, die mit dem Wegbrechen von Auftrittsmöglichkeiten verbunden ist, ist Vielen noch nicht bewusst und wird sich auch nach dem Auftrittsverbot der vergangenen Monate noch lange fortsetzen,


Es bedarf einer sofortigen Weichenstellung und politischen Rahmensetzung für allgemeine, bei Bedarf auch maßgeschneiderte Hilfsangebote in den Dimensionen, die die freie Veranstaltungsbranche und die Künstler zum Fortbestehen benötigen. Es haben bereits jetzt nicht wenige Künstler die Branche gewechselt, so es ihnen möglich ist. Dieser Exodus darf sich nicht weiter fortsetzen - die Erosion des freien Kulturbereiches MUSS gestoppt werden.
Die Jazztage Dresden, die die Aktion STUMME KÜNSTLER initiierten und unzählige weitere Beispiele zeigen deutlich, dass ohne direkte Hilfe von mindestens 20% des Vorjahres-Nettoumsatzes die meisten Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft nicht mehr überlebensfähig sind. Die Veranstaltungen waren die Ersten, die verboten wurden - und werden die Letzten sein, die wieder erlaubt werden. FIRST OUT - LAST IN. Die Umsatzeinbußen betragen in den meisten Fällen 100%. Nach aktuellem Insolvenzrecht werden ab September 2020 viele Unternehmen einfach von der Bildfläche verschwinden. Das Ziel der Aktion STUMME KÜNSTLER ist die tatsächliche Substanzsicherung der freien Veranstalter, der Veranstaltungswirtschaft und der freien Künstler um die immensen, jahrhundertelang gewachsenen kulturellen Schätze und die lebendige zeitgenössische Kultur über diese Krise zu retten. Wir stehen und kämpfen für eine Gesellschaft mit einer florierenden freien Kulturszene, die weitreichende positive Auswirkungen auf unser soziales Miteinander kreiert, den Tourismus nachhaltig befördert und damit mittelfristig auch wirtschaftlich wieder erfolgreich ist und gerne Steuern zahlt.

 

 
1. ÜBERBRÜCKUNGSHILFE DES BUNDES
In der vom Bund geplanten Überbrückungshilfe muss die Kulturwirtschaft unabhängig von der Rechtsform entsprechend berücksichtigt werden.


2. LEBENSHALTUNGSKOSTEN ANERKENNEN
Anerkennung der persönlichen Lebenshaltungskosten in Höhe von pauschal 1.180 € je Monat/Person im Corona Soforthilfeprogramm des Bundes analog Baden-Württemberg. Antragsfristverlängerung und Ausweitung auf die noch folgenden Monate ohne Auftrittsmöglichkeiten oder mit Auftrittsbeschränkungen.  

Unternehmerlohn muss möglich sein!


3. GRUNDEINKOMMEN
Alternativ zur Anerkennung der Lebenshaltungskosten die Einführung eines monatlichen Grundeinkommens für freie Künstler für den Zeitraum, in dem keinerlei oder nur eingeschränkt Konzerte stattfinden dürfen oder durften.

 

4. SAB KREDIT AUCH FÜR GEMEINNÜTZIGE
Aufnahme von gemeinnützigen Veranstaltern in den Bereich der Empfangsberechtigten des SAB Sofortkredites „Sachsen hilft sofort“ über 50.000 bzw. 100.000 €.

5. FINANZHILFEN FÜR EINNAHMEAUSFÄLLE
Bedarfsgerechte, direkte Finanzhilfen für durch die Auftrittsverbote bedingte Einnahmeausfälle. Vor allem für die in extreme Not geratenen freien Ensembles, Veranstalter, Vereine, Institutionen und der Veranstaltungswirtschaft angegliederten Gewerke wie Techniker, Bühnenbildner, Maskenbildner etc., die nicht zum überwiegenden Teil aus öffentlicher Hand finanziert sind.


6. RICHTLINIEN FÜR LOCKERUNGEN OFFEN LEGEN
Verbindliche Richtlinien die nachvollziehbar machen, nach welchen Kriterien Veranstaltungen mit welchen Regeln wieder erlaubt sind oder auch wieder verboten werden können. Dies ermöglicht eine erhebliche Schadensminimierung.


7. ÜBERNAHME KSK ZAHLUNGEN
Die KSK Zahlungen von Veranstaltern und Künstlern im Jahr 2020 müssen durch die Bundesregierung übernommen werden. Dadurch werden die Gagen für die Veranstalter um 4,2 % entlastet und gleichzeitig die Rentenansprüche für die in der KSK versicherten Künstler nicht minimiert.


8. AUSFALLHONORARE
Staatlich gezahlte Ausfallhonorare der freien Künstler in Höhe des Kurzarbeitergeldes für vertraglich gesicherte und wegen Corona stornierte Auftritte.


9. KULTURPOLITIK- UND FÖRDERUNG AUCH FÜR FREIE KÜNSTLER UND VERANSTALTER
Die Kulturpolitik und die Kulturförderung muss alle Sparten und solidarisch insbesondere auch die freien Künstler berücksichtigen. Gerade in der freien Szene ist die Grundfinanzierung oft viel zu niedrig. Durch niedrige Honorare können Künstler kaum Rücklagen bilden. Viele, auch hochrangige freie Künstler und Veranstalter werden aktuell in die Grundsicherung gedrängt - oder wechseln die Branche. Ohne Berücksichtigung der oben genannten Forderungen wird bei Vielen pro Monat Auftrittsverbot mindestens ein Jahr Altersrücklagen aufgebraucht, sofern vorhanden. 

10. KOSTENLOSE INSOLVENZBERATUNG
Sofortige kostenlose Insolvenzberatung zur schadensminimierenden Überlebensstrategieplanung nach dem 30. September.

FOTOS & Video

 
 

KONTAKT

Wir freuen uns auf Ihre Mail.

Stumme Künstler
co Jazztage Dresden
Tännichtgrundstr. 10
01156 Dresden

Tel.: 0351-454 03 04

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